Wege der Rechtsfindung in ethnisch-religiös gemischten Gesellschaften
Erfahrungsressourcen in Polen-Litauen und seinen Nachfolgestaaten

Emmy Noether Universität Leipzig

Zugang

Wie setzen ethnisch-religiös gemischte Gesellschaften die Gegebenheit kultureller Heterogenität in spezifische Formen des Rechts, der Interaktion und der Herrschaft um?

Dieser Frage geht die Forschungsgruppe am Beispiel Polen-Litauens und seiner Nachfolgestaaten im 19. und frühen 20. Jahrhundert nach. Sie untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Religion und Recht unter wechselnden Herrschaftsbedingungen.

Mit Methoden der Rechtsanthropologie analysiert sie in drei diachron angelegten Fallstudien die Kommunikation unter den verschiedenen Religionsgemeinschaften. Besonderes Augenmerk gilt den Spielarten religiöser Koexistenz und dem Phänomen rechtlich-administrativer Autonomie. Rechtspraxis wird aufgefasst als ein Prozess des situativen Aushandelns hinsichtlich der Gültigkeit konkurrierender Rechtsnormen.

14.07.2013 Seite drucken